Ausschreibung 2016/17

Ziel
Dieses Fördermodell basiert auf einer Initiative des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, der Filmwirtschaft, der Förderungen des Bundes und einiger Länder sowie der Politik. Es soll ein zusätzlicher Baustein in einer Reihe von Maßnahmen sein, mit dem Ziel dem Kinderfilm in Deutschland wieder mehr Präsenz und ein stärkeres Gewicht zu verleihen. In dieser Initiative stehen Kinderfilme im Mittelpunkt, die nicht auf bekannten literarischen Vorlagen, sondern auf originären Stoffen beruhen. Qualität und Anzahl dieser "besonderen Kinderfilme" sollen dadurch im Kino und im Fernsehen gesteigert werden.


Zwei-Stufen-Modell
Die Förderung soll als "Zwei-Stufen-Modell" realisiert werden. Von Anbeginn nehmen Autor und Produzent gemeinsam an der Ausschreibung teil. Eine Jury wählt aus den eingereichten Vorlagen bis zu sechs Treatments aus. Daraus soll dann eine erste Drehbuchfassung entwickelt werden. In der zweiten Stufe sollen aus diesen maximal sechs Kinderfilmdrehbüchern die besten, mindestens jedoch zwei Projekte für eine Produktionsförderung ausgewählt und mit finanzieller Beteiligung der Sender produziert werden. Die beteiligten Institutionen werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten dabei auch den Verleih für eine vorgezogene Verleihförderung berücksichtigen. 
Auch sollen die Filme für ihren Kinostart mit Kommunikations-leistungen der Sender unterstützt werden. Darüber hinaus hat der KiKA angekündigt, entsprechende Sendeplätze in seinem Programm zur Verfügung zu stellen. 


Antragstellung für die erste Stufe
Die Ausschreibung wird von einer unabhängigen Institution vorgenommen, die nicht zu den Geldgebern der Initiative gehört. Der Initiativkreis hat damit den Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V. betraut. 

Die Ausschreibung für die Einreichungen der Treatments erfolgt vom 15. Februar bis 22. April 2016 (Eingang bis 12 Uhr)

Einreichberechtigt sind Autor und Produzent gemeinsam, dabei ist zu beachten, dass

  • der Autor bereits mindestens ein Drehbuch für einen realisierten, im Kino oder im Fernsehen ausgestrahlten Langfilm (für Kinder oder Erwachsene) oder Teile für eine ausgestrahlte Kinderfernsehserie geschrieben hat;
  • die Produktionsfirma ihren Sitz in Deutschland hat;
  • jeder Autor bzw. jede Firma nur ein Projekt einreichen kann.

Eingereicht werden können Treatments für fiktionale Kinderfilme (live action und/oder Animation) mit einer Lauflänge von mindestens 70 und höchstens 86 Minuten, die

  • sich an ein Publikum von 8-12 Jahre richten;
  • aus der Perspektive von Kindern erzählt sind;
  • für eine Auswertung im Kino und/oder im Fernsehen geeignet sind.

Das Treatment sollte maximal 15 Seiten umfassen. Eine ausgearbeitete Dialogszene von 3 bis 5 Seiten ist beizufügen.
Nicht eingereicht werden können:

  • Adaptionen;
  • Historische Stoffe;
  • Projekte, die bereits eine Drehbuch- oder Projektentwicklungs-förderung erhalten haben (ausgenommen sind: Treatment-förderung des BKM/KjdF oder Förderung durch Referenzmittel);
  • Projekte, die zeitgleich bei einer Fördereinrichtung für die Gewährung einer Drehbuch- oder Projektentwicklungs-förderung vorliegen;
  • Projekte, die bereits an der Ausschreibung „Der besondere Kinderfilm"  teilgenommen haben.


Auswahlverfahren
Eine Jury wählt am 20./21. Juni 2016 aus den eingegangenen Anträgen bis zu sechs Projekte aus, die einen Zuschuss für den Autor bis zu 20.000 Euro für die Erstellung einer ersten Drehbuchfassung erhalten können. Weiter kann für diesen Zeitraum eine zusätzliche Entwicklungsförderung bis zu einer Höhe von 5.000 Euro für den Produzenten bewilligt werden. Die beteiligten Institutionen werden sich über die Aufteilung und jeweilige Abwicklung der Förderung im Rahmen ihrer Regularien verständigen.


Die Jury
Die Initiatoren des Förderprogramms entsenden jeweils einen Experten für Kinderfilm (jeweils Vertreter der Förderungen des Bundes und der Länder, Redakteure der beteiligten Sender, Vertreter Verleih, Vertreter des Fördervereins Deutscher Kinderfilm u.a.) in die Jury.


Förderung zweite Stufe

Projektförderung
Öffentlich-rechtliches Fernsehen, Filmwirtschaft, Förderungen des Bundes und einiger Länder sowie der Politik werden sich über die Voraussetzungen für die zweite Stufe in enger Abstimmung mit den jeweiligen Vergabegremien über die Auswahl und Finanzierung geeigneter Projekte, die eine Projektförderung erhalten sollen, im Rahmen ihrer Regularien verständigen. Es wird davon ausgegangen, dass jährlich "besondere Kinderfilme" produziert werden können.